Neues Touch-Layout für pawlikviewing auf dem iPad

Neues iPad Theme

Neues iPad Theme

Für alle pawlikviewing-Fans, die den Blog gerne vom iPad aus lesen gibt es Neuigkeiten:

Seit heute früh bekommt ihr ein aufs iPad angepasstes Touch-Layout angezeigt, dass die Möglichkeiten der Gestensteuerung eures iPads besser ausnutzt.

Gefällts euch nicht? Einfach links unten in der Ecke auf das Einstellungen-Rädchen klicken und die Desktop-Browseransicht wieder aktivieren.

[Update:] Das Experiment ist vorerst beendet, das Plugin funktioniert mit dieser WordPress Version nicht so, wie ich das erwartet hätte. Wenn es eine neue Version gibt wird das Experiment aber definitiv fortgesetzt.

Was dem iPad möglicherweise das Genick brechen wird

ipad

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Das iPad hat sich einen festen Platz in meinem Wohnzimmer erobert. Als Couchbrowser und Elektrobuch. Lesen auf dem iPad macht mir einen Heidenspass und auch als mobiler Musik-, Foto- und Videoplayer ist das Gerät relativ gut geeignet. Vor allem auch im Zusammenspiel mit einer AirportExpress. Es gibt bislang einfach kein besseres Tablet-Gerät.

Wenn, ja wenn es da nicht diese nervtötenden, rechtebeschneidenden und unglaublich dummen Details gäbe.

Nehmen wir zum Beispiel den Aspekt “Bücher lesen”.

Ein richtiges Buch kann ich sofort an der zuletzt gelesenen Seite aufschlagen oder einfach irgendwo aufschlagen wenn ich es in die Hand nehme. Ich kann den Klappentext lesen oder mir die Covergestaltung ansehen. Ein haptisches Erlebnis. Ich kann es verschenken und es ist hübsch anzuschauen so eingewickelt in Geschenkpapier. Es ist auch möglich einfach darin herumzublättern oder Kopien davon anzufertigen – und: ein richtiges Buch kann man auch lesen, wenn kein Strom zur Verfügung steht. Sogar von einem umgefallenen Glas Apfelschorle wird es allenfalls aufgeweicht und fleckig, “funktioniert” aber ansonsten immernoch tadellos. Selbst wenn ein Auto drüber gefahren ist kann man den Inhalt einzelner Seiten immer noch lesen.

Nun – wie ist das mit dem iPad? Wenn ich es unterwegs draussen lesen will, dann muss ich es schonmal nicht mit zwei Händen festhalten, weil der Wind mir die Seiten nicht umblättern kann wie bei einem richtigen Buch. Wenn es dunkel ist brauche ich keine Lichtquelle (z.b. eine Stirnlampe) um darin zu lesen, denn das iPad bringt die Beleuchtung bereits mit. Ich kann auch einfach mit einer Hand das iPad halten UND vor- und zurückblättern. Sogar eine Volltextsuche steht zur Verfügung. Auch der Bildschirm ist wie bei einem guten Buch im 4:3 Format gehalten. Ganz anders als bei der 16:9 Android “Konkurrenz”. Schüttet man hingegen Cola rein oder lässt ein Auto drüber fahren, dann wars das mit der Bibliothek.

Aber…ich kann mein im iTunes Store gekauftes (DRM geschütztes) epub-Buch nicht verschenken, weiterverkaufen oder einfach kopieren. Ich kann es auch nicht verleihen oder als Geschenk unter den Tannenbaum legen. Allenfalls ein ganzes iPad oder einen iTunes Gutschein, mit dem der Beschenkte dann kaufen kann wozu er lust hat, aber das ist nicht das Gleiche. Da könnte ich ihm ja gleich nen 10er in ‘nen Umschlag legen oder einen Amazon Gutschein ausdrucken.

Es werden, abgesehen von der Energie und den Rohstoffen für die Herstellung und den Betrieb des Pads und der Server keinerlei Rohstoffe für die Herstellung des eBuches verbraucht. Es müssen auch keine Löhne für Papierfabriksmitarbeiter, LKW-Fahrer, Setzer, Drucker, Lieferanten und Buchhändler bezahlt werden.

Trotzdem muss ich für ein eBook fast genausoviel bezahlen wie für ein normales, gebundenes Buch. Warum?

Noch dazu gehört es mir eigentlich gar nicht obwohl ich es gekauft habe!

Denn wenn Apple irgendwann einfällt, dass dieses Buch aus irgendeinem Grund nicht mehr auf meinem iPad zu sein hat könnten sie es einfach löschen. Fahrenheit 451 – wir kommen!

Man erkauft sich einen minimalen Vorteil beim Leseerlebnis (einhändig Lesen, Beleuchtung, Volumen- und Gewichtsersparnis, Volltextsuche) mit etlichen handfesten Nachteilen: relativ hoher Preis, eingeschränkte Nutzung, “Eigentumsverlust trotz Erwerb”, Keine Wiederverkaufsmöglichkeit, usw.

Im Endeffekt sind eBooks wenn man die Nachteile einrechnet deutlich teurer als richtige Bücher. Und Autoren bekommen deswegen trotzdem nicht mehr. Schlimmer noch: Die Umschulungsmassnahmen für all die unter Umständen mit der Zeit arbeitslos werdenden Druckerei- und Papierfabrikmitarbeiter zahlt der Steuerzahler oder die Druckereien – und nicht etwa Apple oder die Verlage.

Wenn Apple (und Amazon!) langfristig Erfolg mit eBüchern haben möchte, reicht die bisherige Strategie vermutlich noch ein paar Jahre aus. Irgendwann kommt man aber unweigerlich an den Punkt an dem der Tablet-Computer das Buch, zumindest in Teilbereichen, ersetzen soll. Und somit unweigerlich zu dem Punkt an dem der Schutz von Kulturgut höher eingestuft werden muss als persönliche Interessen eines globalen Konzerns.

Wenn sich die eBooks auf dem iPad oder einem anderen Lesegerät zu einer gleichberechtigten Alternative zur klassischen Buchform etablieren sollen muss in einigen Punkten massiv nachgebessert werden. eBooks müssen

  1. …deutlich günstiger werden. Im Moment machen sich die Verlage und vor allem Apple die Taschen voll obwohl die Produktionskosten deutlich geringer als für ein Buch sind. Eine Möglichkeit wäre, das eBook eines gekauften Papierbuches for free mit dazuzugeben, und dann von mir aus sogar mit den aktuellen Einschränkungen.
  2. …frei weitergebbar sein: Ich möchte ein eBook wie jedes andere Buch verleihen, verschenken oder verlieren können wie, wann, wo und an wen ich Lust habe. Denkbar wäre z.B. für einen Aufpreis die gedruckte Version eines Buches bestellen zu können.
  3. …neu verschenkt werden können: hierzu wäre eine Modifikation des iTunes Store nötig um Produktgebundene Gutscheine auszustellen und zu Akzeptieren.
  4. …durch Apple nicht Löschbar sein! Was ich gekauft habe gehört mir und da hat mir Apple absolut nicht vorzuschreiben was ich mit meinem Eigentum mache. Alles andere ist Dauerverleih mit Einmalzahlung!
  5. Zukunftssicherheit: Falls ich mal ein anderes Gerät benutzen möchte um das Buch zu lesen möchte ich es einfach dorthin kopieren oder in ein entsprechendes Format umwandeln können, dass auf dem neuen Gerät darstellbar ist.

Das bringt mich zum nächsten Punkt: Die Eigentumseingriffe der Firma Apple in meine Datenhaltung im Allgemeinen. Ich will frei auf meine Daten auf dem iPad zugreifen können, sie zippen, verschicken, verschieben, umwandeln und öffnen können wo, wie und wann immer ich das für richtig halte. Und zwar ohne Garantieverlust und zweifelhafte Jailbreaks.

Fotos, Videos, Musik und Dokumente möchte ich nicht über iTunes kompliziert aufs iPad syncen. Ich will auch nicht über Workarounds (z.B. FTP-Server, WebDAV-Shares oder Samba-Clients) meine Daten aufs iPad kopieren müssen um sie dann von der jeweiligen Filetransfer App ins iPad zu importieren. Und ich möchte sie jederzeit auf einem anderen Gerät nutzen können.

Himmel noch eins – es kann doch nicht so schwer sein einfach per USB die Daten wie auf eine normale Festplatte rauf oder runter zu kopieren und den DRM-Schutz von epubs einfach wegzulassen! Und es wäre auch keine Rocket-Science einen vernünftigen Filebrowser fürs iPad zu programmieren.

Mal abgesehen davon ist der eingebaute Bilderbrowser der letzte Schrott. Erstmal landen sämtliche bilder im Ordner “Fotos”. Echt praktisch, wenn man erstmal 1000 Bilder oder mehr auf sein iPad geladen hat und die neuesten Bilder gaaaaanz unten angezeigt werden. Happy scrolling! Sortieren – Was ist das?

Seit der letzten iOS-Version kann man die Bilder immerhin endlich in Ordner, Verzeihung: “Alben”, einsortieren. Nur leider wird in den Alben dann lediglich ein Link zum Original im “Fotos” Ordner angelegt – und die Bilder bleiben weiterhin schön unübersichtlich im Hauptordner und sind ZUSÄTZLICH im Album vorhanden. Löscht man das Bild im “Fotos”-Ordner verschwindet es auch aus dem Album. Auch die Funktion Fotos für ein Album zu selektieren ist Blöd gelöst, weil man jedes Bild einzeln antippen muss. Irgendwie ist das sehr dumm, und das wo doch Apple immer so erpicht drauf ist als intelligent und schön wahrgenommen zu werden…

Naja – und dann die Sache mit den Playlisten im Musicplayer: Keine Möglichkeit auf dem Gerät neue Playlisten selbst zu erstellen oder einfach Musik auf dem iPad zu löschen um Platz für anderes zu schaffen. Ist es wirklich so schwierig einen popeligen Playlist-Editor zu schreiben?!

Oder die bereits gekaufte Musik hierzulande (danke GEMA & Rechteinhaber!) einfach in den eigenen Cloudstore zu kopieren oder aus dem AppStore erneut herunterzuladen. Ähnliches wie für das Buchbeispiel gilt auch bei Musik: Ich habs gekauft, aber ich kann nicht damit machen was ich mit einer CD machen kann. Was soll das?

Der grösste Witz ist das Apple Camera Connection Kit. Nicht nur, dass der eingebaute Bilderbrowser keine RAWs von vielen gängigen Kameras (z.B. Leica M8, M9, Pentax DNGs verschiedener Modelle) unterstützt (Workaround: die PhotoRaw App). Nein – ich kann mit dem SD-Kartenleser des Camera Connection Kit noch nichteinmal Fotos aufs iPad kopieren, die nicht nach dem DCIM-Standard abgelegt sind. Geschweige denn Bilder zurück auf die SD-Karte schreiben, die ich auf dem iPad bearbeitet habe. Hierfür muss ich Spezialhardware (mit eigenem Akku!) und Zusatz-Apps benutzen, damit das irgendwie geht. Andere Tablets haben einen Micro-SD-Kartenleser für sowas. Auch hier hat Apple noch massiven Nachbesserungsbedarf.

Dass nicht jeder irgendwelche Anwendungen auf dem iPhone installieren kann, die nicht in den App-Store aufgenommen wurden, kann ich akzeptieren – dies sichert vor allem die Systemstabilität. Zumindest habe ich seit ich das iPhone nutze noch keine ernstzunehmenden Probleme damit gehabt wie damals mit den Windows Phones, dem Palm Pre und anderen “smarten” Geräten. Was die These der Sicherheit durch die Kontrollfunktion des AppStores durchaus zu bestätigen scheint. An einer fehlenden oder fehlerhaft implementierten Funktion dieser Art kranken zur Zeit andere mobile Betriebssysteme wie Android, WebOS und die verschiedenen Windows Phone Versionen bis inkl. 6.5.

Eigentlich ist das iPad somit ein ziemlicher Mist, weil Apple den User daran hindert die Möglichkeiten der Hardware voll auszunutzen. Andererseits sehe ich das iPad im Tablet Sektor ungefähr auf der Entwicklungsstufe von Windows 2.0 auf dem PC – nur dass die PIF-Dateien jetzt “Apps” heissen und alles etwas kleiner, flotter und schlanker geworden ist. Es ist also grade erst losgegangen mit Userinterfaces auf den Tablet-PCs und somit bleibt noch viel Spielraum nach oben.

Ich glaube, dass Apple allerspätestens dann reagieren muss, wenn ein Konkurrent ein Tablett auf den Markt bringt, dass zwar einen kontrollierten AppStore bietet, jedoch den Daten auf dem Gerät keine Beschränkungen mehr auferlegt. Microsoft könnte mit ihrem Windows Mango Nachfolger hier durchaus punkten.

Apple könnte aber auch selbst mal auf die Idee kommen, dass sie das irgendwann den Kopf kosten könnte. Noch sind die iPads das beste was es gibt. Versaut man sichs aber ersteinmal mit den Kunden ist’s in der Regel für eine ganze Weile vorbei.

Und der Guru ist nicht mehr, der solche Sachen früher mit einer Prise “Schalala” hätte richten können.

Das musste mal gesagt werden.

Fotos per WLAN direkt auf iPhone, iPad und Beamer

iPad, Shuttersnitch und WLAN-Hotspot

iPad, Shuttersnitch und WLAN-Hotspot

Neulich, es ist schon ein paar Monate her, erzählte ich einem befreundeten Fotografen von der Hochzeit eines Freundes und wie ich die Gäste dazu gebracht habe, sich selbst auf der Party zu fotografieren.

Die Idee war einfach: Ich hatte eine Nikon D2x mit WLAN-Adapter, genannt WT-2, einem Blitz und einem Tamron 17-50/2,8 vorkonfiguriert an prominenter Stelle im Saal platziert. Die Kamera sendete nun, sobald jemand ein Bild gemacht hatte das JPEG File direkt per WLAN auf den Beamer, der, wenn keine Fotos gemacht wurden, im Saal die Diashow mit Szenen aus dem Leben des Hochzeitspaars in einer Endlosschleife zeigte.

Ein kurzer Hinweis per Mikrophon genügte und die Nummer war geritzt – es klappte besser als erwartet. Jeder schnappte sich im laufe des Abends mal den unkaputtbaren Fotobackstein (“schliesslich hat man nicht alle Tage die Gelegenheit mal mit einem echten Profibrikett Fotos zu machen” usw…) und machte ein paar Schnappschüsse von der Party.

Und ich konnte mich entspannt zurücklehnen und den Abend einfach geniessen. :)

“Wie geht das noch von der Cam in Richtung iPad mit Software, quasi live?” schrieb mich der Fotofreund gestern an. Meine Antwort war etwas ausführlicher, sodass ich mir gedacht habe: Das könnte a) vielleicht auch andere interessieren und b) mach doch einen Blog-Artikel draus.

Und während ich diese Zeilen schreibe erreicht mich schon die nächste Anfrage eines Lesers, der den etwas älteren Artikel “Zickenterror” gelesen hatte.

Hier also nun eine etwas ausführlichere Einführung zu diesem Thema

Alle bis dato produzierten DSLR und Mirrorless-Kameras mit Ausnahme der Nikon Coolpix S51c haben eines gemeinsam: Sie können kein WLAN. Für manche Kameramodelle gibt es sogenannte “Wireless Transmitter”(Nikon) oder “Wireless File Transmitter”(Canon). Diese unterstützten jedoch meistens nur die Pro- oder SemiPro Gehäuse der Hersteller und sind extrem teuer. Die billige Alternative zum WLAN Versand von Bildern heisst “Eye-Fi” – eine SD-Card mit WLAN-Modul. Leider besitzen alle derzeit verfügbaren WLAN-Lösungen so ihre Tücken.

Die Spezial-WLAN-Adapter der Hersteller – Viele Nachteile, einige Vorteile.

Die Spezialhardware wie Nikons WT-Serie oder Canons WFT’s ist allerdings in der Regel nicht kompatibel zur nächsten Kamerageneration und exorbitant teuer im Vergleich zu einem handelsüblichen WLAN Stick. Eine löbliche Ausnahme macht hier der WT-4 von Nikon, der sowohl an der D300 als auch an D300s, D700, D3, D3x und D3s verwendet werden kann. Vermutlich wird er aber zur nächsten Kamerageneration bereits nicht mehr kompatibel sein. Schlimmer noch: die Firmware der älteren Adapter wie z.B. die des Nikon WT-2 (zur D2x und D2xs) wurde seit Jahren nicht mehr überarbeitet, was zur Folge hat das nur veraltete Verschlüsselungsalgorithmen verwendet werden können. Wer zwingend WPA oder WPA2 verwenden möchte guckt hier voll in die Röhre. Auch Übertragung nach den neueren 802.11g oder n Standards ist für diesen Adapter nicht verfügbar, was für heutige Verhältnisse zu extrem langsamem Datentransfer führt.

Die aktuellen Neupreise für diese Spezial-WLAN-Adapter liegen derzeit zwischen 450 und 800 EUR. Wenn man bedenkt, das WLAN in Computern, Tablets und Smartphones seit Jahren Standard ist, so ist das eigentlich eine Unverschämtheit. Vor allem bei Profikameras, die mehrere Tausend Euro kosten eigentlich nicht mehr Nachvollziehbar. “Abzocke” würden viele Fotografen vielleicht sagen. “Spezialanwendung” würden vermutlich die Kamerahersteller antworten.

Die Vorteile der Speziallösungen liegen in

  • der Verarbeitung,
  • der guten Sendeleistung,
  • der wetterfesten Abdichtung und
  • dem perfekt abgestimmten Zusammenspiel mit der Kamera.
  • Man kann mit dem WT-2 beispielsweise wählen welche Dateien übertragen werden sollen: Nur JPEGs oder nur die RAWs/TIFFs oder beide Dateitypen.
  • Eine Konfiguration der Übertragungsparameter ist auch vor Ort übers Kameramenü möglich
  • Auch kann man auswählen ob alle Bilder sofort automatisch übertragen werden sollen oder nur diejenigen, die zum Übertragen markiert wurden.
  • Übertragungen werden automatisch nochmal gestartet, sobald wieder eine WLAN-Verbindung zur Verfügung steht oder der Transfer aus einem anderen Grund nicht erfolgreich war.
  • Zum Teil ist auch eine Fernsteuerung der Kamera per WLAN von einem Computer aus möglich.

Es bietet sich für unseren Zweck an, kleine JPEGs zur direkten Übermittlung zu speichern und die RAWs für die Nachbearbeitung am Rechner auf der Karte zu belassen. Falls man den WLAN Uplink mal verlieren sollte sind die meisten Spezialadapter in der Lage die Bilder später zu übertragen, wenn die WLAN-Verbindung automatisch wieder hergestellt wurde.

Eye-Fi – die derzeit einzige günstige Alternative, aber längst nicht Perfekt.

Eine Eye-Fi SD-Karte hat ein paar Vorteile: Auch mit ihr kann man Bilder per WLAN übertragen. Fast jede Kamera mit SD- oder CF-Kartenslot wird unterstützt (CF mit nicht abschirmenden Kartenadapter). Alle gängigen WLAN Standards und Verschlüsselungsverfahren werden unterstützt. Und sie ist günstig! Gradezu Spottbillig, wenn man mit den Spezialadapterpreisen vergleicht: Ab ca. 50 EUR bekommt man das günstigste Eye-Fi Modell neu.

Nicht alles ist Rosa – denn die Eye-Fi hat auch ein paar gravierende Nachteile. Diese sind kurz zusammengefasst:

  • WLAN-Reichweite und -Geschwindigkeit abhängig vom Kameragehäuse.
  • Die Karte muss vorher an einem PC mit Internetanschluss und Spezial-Eye-Fi-Software eingerichtet werden, man kann also die Einstellungen auf der Karte in den meisten Kameras nicht einfach nach Bedarf vor Ort ändern sondern muss bereits vorher wissen, welche WLAN-Konfiguration on Location verfügbar ist.
  • Und die Eye-Fi kann nicht zwischen unterschiedlichen Dateitypen zur Übertragung unterscheiden – sie sendet entweder alle Bilder auf der Karte oder das Bild bzw. das Bilderpaar (falls RAW+JPEG aufgezeichnet werden), dass für den Versand markiert wurde.
  • Auch unterstützt sie nicht eine erneute Übertragung, falls die Verbindung mal verloren geht oder die Übertragung fehlschlägt.
  • Eine Fernsteuerung der Kamera über die Eye-Fi ist nicht möglich.

Erste Wahl in Sachen Useability sind also nach wie vor die herstellereigenen WLAN-Adapter.

Chinesische Firmen bauen doch sonst immer alles nach…

Nicht so in diesem Fall – Bis heute gibt es keinen billigen Nachbau der offiziellen WLAN-Adapter. Warum weis ich leider nicht. Evtl. liegt es daran, dass die Copyshops den Markt hier als nicht Massentauglich einschätzen. Nunja – so ist es nun einmal. Ich behaupte aber mal ganz frech, dass man in spätestens 5 Jahren keine Profikamera mehr ohne eingebauten drahtlosen Übertragungsweg wird verkaufen können.

Nun hat man sich also für einen WLAN Adapter entschieden.

Wie gehts jetzt weiter? Eigener mobiler Hotspot!

Damit ich ortsunabhängig bin und trotzdem vorher alles einrichten kann habe ich immer meine eigene WLAN-Infrastruktur dabei. Diese besteht für Präsentationszwecke aus einem mobilen, Akkubetriebenen Huawei 3g-UMTS-WLAN-Router für die Hosentasche, den man im Handyladen um die Ecke vertragsfrei für ca 99 EUR kaufen kann und der sich bequem über ein Webinterface vom iPad oder PC konfigurieren lässt. Bei bedarf kann man den Internetzugang über UMTS aktivieren. Ausserdem ein USB-Ladekabel.

Ich betreibe den mobilen Hotspot jedoch meist mit deaktiviertem 3G Internetzugang, dies verlängert die Akkulaufzeit unglaublich. Nur im WLAN-Hotspot Modus betrieben reicht eine Akkuladung ca. 6 Stunden, genug für eine Abendparty. Braucht man doch mal mehr Akkulaufzeit schliesst man den Huawei-Router einfach per USB an der nächsten Steckdose oder dem nächsten USB-Steckplatz an – oder man lädt den Akku mit einem mobilen USB-Akkuladegerät wieder auf.

Wer noch einen alten WLAN-DSL-Router herumliegen hat kann natürlich auch diesen vorkonfiguriert auf eine Veranstaltung mitnehmen – jedoch ist hierfür in der Regel eine Steckdose am Veranstaltungsort nötig. Praktischer und flexibler ist da der mobile Hotspot, den man einfach in der Hosentasche oder im Rucksack mit sich rumtragen kann.

Der Vorteil: Mit einem eigenen Hotspot der nur für den Zweck der Bildübertragung eingerichtet wird kann man auch mit der älteren WEP-48bit-Verschlüsselung arbeiten – oder sogar einen komplett offenen Hotspot betreiben ohne sich Sorgen um die langfristige Sicherheit des Hotspots machen zu müssen. So funktioniert dann auch die Kommunikation zwischen iPad und D2x/WT-2.

Zur Präsentation der Fotos und der Weiterverbreitung: Shuttersnitch – oder XnView!

Ich verwende auf dem iPad und iPhone die App “Shuttersnitch”. Dabei handelt es sich im wesentlichen um eine geschickte Kombination aus FTP-Server, cleverer Diashowsoftware, Exif-Viewer, programmierbarem Store-and-Forward-Proxy und Bildbetrachter. Einziger Nachteil: Videos können noch nicht wiedergegeben werden. Das Feature wurde aber im Shuttersnitch Forum bereits vor einiger Zeit gewünscht und wird vermutlich irgendwann kommen.

Die Software ist zwar mit 12,99 EUR für i-Verhältnisse relativ teuer, aber jeden Cent wert! Und absolut gesehen ist das nicht viel Geld für ein erstklassiges Stück Software wie dieses.

Zu den Key-Features gehören für mich die intelligente Diashow, die als Endlosschleife alle Bilder im Folder nacheinander anzeigt, wahlweise mit KenBurns-Effekt, Rahmen und Überblendungen.

Es wird, sobald ein neues Foto per FTP in der App eintrifft, sofort das neueste Bild angezeigt und anschliessend mit der Endlosschleife fortgefahren, in die dann auch das neue Bild automatisch aufgenommen wird. Richtig gut ist auch die Möglichkeit die Bilder von der App aus sofort an eine oder mehrere weitere Applikationen oder Server zu verteilen gelöst. Dazu gehört z.B. die Weiterleitung an Flickr, Facebook, Dropbox, Smugmug oder Zenfolio sowie an eMail-Empfänger und FTP-Server. Man kann über die sogenannten “Aktionen” die Bilder auch vor der Weiterleitung nochmal automatisch bearbeiten. Insgesamt also eine sehr durchdachte App.

XnView ist eine kostenlose Windows-Alternative. Der Bildbetrachter-Tausendsassa bietet die Möglichkeit Diashows mit Ordnerinhalten zu zeigen. Jedoch sind die Fähigkeiten bei weitem nicht so ausgeklügelt wie beim Shuttersnitch. So wird die Bilderliste des Ordners nur einmal pro Durchlauf neu geladen. Das heisst: unter Umständen muss man erst sämtliche im Ordner befindliche Dateien ansehen bevor das neue Bild einmal gezeigt wird. Auch die Weiterverteilungs- und automatisierten Bearbeitungsmöglichkeiten bietet XnView nicht oder nicht in dem Umfang wie der Snitch. Dennoch eine annehmbare kostenfreie Lösung.

Den FTP-Server muss man unter Windows allerdings selbst konfigurieren. Der Filezilla Server macht dies relativ einfach und ebenfalls für 0 EUR ohne weiteres Möglich.

Natürlich kann man sich den WLAN-Router auch sparen, wenn man seinen Laptop mitnimmt, jedoch ist die Konfiguration eines WLAN-Hotspots unter Windows ein echter, abendfüllender Krimi und nicht jeder hat die Zeit und die Lust sich damit rumzuärgern. Und auch die Reichweite ist in der Regel bei einem vernünftigen WLAN-Router etwas besser als beim Laptop.

Und wie kommen die Bilder nun auf den Beamer?

Ganz einfach: mittels der verfügbaren VGA, HDMI oder DVI Adapter für iPhone und iPad schliesst ihr das Gerät an einen Fernseher oder Beamer an und schon seht ihr die Ausgabe des Bildschirminhaltes oder wahlweise die Diashow im Vollbildmodus.

Falls ihr euren Laptop benutzt, sollte er einen HDMI oder DVI Ausgang besitzen, damit die Bildqualität nicht zu sehr leidet.

Das war’s.

Falls ihr andere Erfahrungen gemacht habt oder noch bessere Lösungen kennt: schreibt mir einfach.

RAW Konverter fürs iPad

Bis vor ein paar Stunden habe ich mich noch darüber geärgert, dass mein iPad die Leica M8 DNG Dateien nicht verarbeiten kann. Mit PhotoRaw habe ich jetzt aber eine App gefunden, die diesen Job zufriedenstellend erledigt.

Die 7,49 EUR ist die App jedenfalls absolut Wert. Klar ist das iPad nicht grade in der obersten Liga in Sachen Hardwareausstattung, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Laden, Berechnen und Speichern der Bilder etwas Zeit in anspruch nimmt. Die Bearbeitung zwischendrin geht aber sehr flüssig von der Hand.

Das Userinterface ist zweckmässig und karg, gut dokumentiert und leicht zu verstehen. Die wichtigsten Funktionen wie manueller Weissabgleich, Tonwert- und Helligkeitskorrekturen bis hin zu Farbanpassung, Drehen und Lichter- und Schattenaufhellung sind eingebaut. Für alles Weitere gibt es dann Programme wie Filterstorm.

Die App Photosmith enttäuschte mich hingegen: Leica M8 DNGs können nicht in voller Grösse angesehen werden und ausser einer Bewertungsfunktion (Sterne und Farb-Flags) und einem Exif-Viewer und IPTC-Editor mit Bilderdrehknopf stellt der Photoschmidt nicht allzuviele Funktionen zur Verfügung. Dafür gibt es ein Lightroom Plugin, mit dem man die vorbewerteten Bilder vom iPad einfach importieren kann. Wem das die fast 15 EUR wert ist, kann es ja mal selbst ausprobieren…

Fragen eines Newbies zum iPad

Out of the Dark

Out of the Dark

Das hat man nun davon: da schreibt man eine Schmähkritik über den proprietärsten aller Tablet Computer und schon hageln die Fragen auf einen ein (kleiner Spass…). Nichts desto Trotz sind die Antworten und Fragen vielleicht auch für andere interessant.

1. Wie bekomme ich die Daten lokal auf das Ding?

Daten lokal? Praktisch nur über die Synchronisation mit iTunes oder per WebDAV und FTP mittels geeigneter Apps. Bilder per Camera Connection Kit direkt aus der Cam oder von der SD aus der Cam.

[Update 02.05.'12:] Alternativ auch mittels der FileApp und dem zugehörigen DesktopProgramm DiskAid oder mit der Software PhotoSync. Auch steht seit IOS 5 endlich die Möglichkeit zur Verfügung, mittels Apple’s iCloud Service “Photostream” und einem Mac OS X Lion Computer Fotos zwischen Computern und IOS Geräten zu synchronisieren, jedoch ist die Technik noch nicht geeignet für grössere Bilddatenbanken (keine Ordner) und funktioniert bisher nur mit wenigen Programmen wie iPhoto oder Aperture. Filesynchronisation zwischen mehreren Rechnern und einem IOS Device ist und bleibt weiterhin ein echter Nightmare.

2. Welche Apps benötige ich auf jeden Fall, welche evtl? Welche Grundaussatttung (Software) ist denn dabei?

Mit dabei ist fast alles was man braucht. Browser, eBook- und PDF-Reader, MP3 und Videoplayer, Adressbuch, Kalender, Bildbetrachter, e-Mail-Client. VPN-Client, WLAN-Hotspot und Notizblock. Achja: Spielkonsole.

Alles andere gibts als App. Nur Flash gibts nicht.

Was meiner Meinung nach ausserdem sinnvoll ist: Stanza eBookreader, die iWork suite (Keynote, Pages, Numbers) um Powerpoint, Excel und Word Dateien anzuzeigen und zu Bearbeiten (auch sehr praktisch in Verbindung mit VGA oder HDMI-Adapter auf Vorträgen…) und Filterstorm als Bildbearbeitungsapp.

Und einen RSS-Reader. Auf dem iPhone nutze ich gerne RSS Runner, weil kein Google-Account notwendig ist. Auch die Tagesschau App und TV Spielfilm ist nett. Für flickr sollte man sich den FlickrStackr mal ansehen, für Foren Tapatalk und Touchbb. Eventuell auch Navigon als Navilösung. Sonst noch etwas? FTP on the Go, oder iStorage HD. Auch iSSH lohnt, wenn man’s braucht.

Natürlich Ebay, Amazon, IMDB (International Movie Database), Wetter.com und Windfinder. DHL Sendungsverfolgung oder “Parcel”. Ausserdem noch: HRS (Hotel Reservation Service) und selbstverständlich die “Dilbert”-App. Wer gern britische oder amerikanische Magazine liest, für den ist “Zinio” vielleicht ein Tipp. Wer gern im Socialmediabereich sein unwesen treibt: twitter, linkedIn, Xing, Qype & Co haben eigene Apps und noch mehr alternative 3rd Party Apps, die einen Blick wert sind.

 

3. Falls ich mal Daten von einer SD Card im Urlaub backupen will, welche Adapter benötige ich dazu ?

Das Apple Camera Connection Kit ist die offizielle Variante. Leider funktioniert der Datenaustausch nur “one way” von der Karte/Kamera aufs iPad. Und nur direkt aus der Kamera gespeicherte Bilder auf der Karte werden erkannt. Ich nutze daher lieber den ZoomIT Zoomedia Plus Adapter inkl. der zugehörigen App, der hat diese Einschränkungen nicht, kopiert allerdings minimal langsamer als das Apple CCK.

 

4. Falls ich mobil ins Netz will und unterwegs bin (Inland als auch Ausland), wie geht das ohne WLAN, welches wäre eine preiswerte Lösung (Inland bzw. Ausland) ?

Wichtig ist: ohne UMTS/3G ist auch kein GPS eingebaut! Also besser eine Version mit UMTS/3G kaufen, wenn man es als mobilen Stadtplan, Reiseführer, Navisystem oder als Kartenplotter beim Segeln benutzen will. Zum Couchsurfen reicht auch die WLAN-only Variante.

Alternativ: Einen Huawei WLAN-UMTS Hotspot für die Hosentasche kaufen. Nachteil: 2 Ladegeräte nötig, 2 Akkus die leer sein können…und immer noch kein GPS.

Fürs Ausland hole ich mir entweder vor Ort eine Prepaidkarte wenn der Aufenthalt länger dauert oder ich schalte mit meiner Deutschen SIM kurzzeitig auf dem Pad das Datenroaming an und geniesse in KBs statt MBs. Dabei jedoch auf die Datenroaming-Gebühren eures Tarifs achten!!! Mein o2 Tarif erlaubt es mir für 5 EUR 11MB herunterzuladen, bei anderen Tarifen kann das durchaus auch teurer werden!

Für die inlands-Datenflatrate sollte die Trafficgrenze mindestens 1GB bis zur Drosselung sein. 300MB waren bei mir stets nach 10 Tagen futsch – und noch 20 Tage im Monat übrig! Sicherlich ist das aber vor allem auch vom eigenen Surfverhalten abhängig.

Noch etwas: Ins iPad mit UMTS muss eine Micro SIM-Karte rein! Diese gibt es bei eurem Mobilfunkladen. o2 Kunden haben die Möglichkeit auf eine sogenannte “Multicard” upzugraden und dadurch die Möglichkeit keinen zusätzlichen Vertrag abschliessen zu müssen. Multicard Nutzer haben für jedes Gerät eine eigene SIM-Karte aber nur einen Vertrag. So ist es egal ob man mit dem Smartphone surft oder mit dem iPad oder mit dem Notebook mit UMTS-Stick.

Letzte frage : Altes oder neues iPad?

Wenn du noch eins bekommst nimm ein altes. Wenn es ein Imagetank werden soll, dann ist vermutlich das grösste (64GB) eine gute Wahl, bedenke: du kannst den Speicher nachher nicht aufrüsten. Mir reichen 16gb, ich nutze es aber auch nicht als Imagetank. Wenn du das neue, deutlich leichter und flacher wirkende Design (unterschied: 100g…) haben willst, die Kamera unbedingt zu brauchen glaubst und HDMI-Output vom gesamten Screen möchtest, den Aufpreis nicht scheust oder du einfach immer das neueste Modell haben willst: Nimm das 2er.