Alte Objektive – Neue Gehäuse: D700 + AF-D 35-70/2,8

Aus der Reihe „Alte Objektive – Neue Gehäuse“ stelle ich heute das Traumpaar AF-D 35-70/2,8 & D700 vor.

Dem ehemaligen Profiobjektiv und lichtstarken Standardzoom Nikon AF-D 35-70/2,8 wird ein leichter Hang zur Streulichtempfindlichkeit nachgesagt. Dem wollte ich einmal etwas genauer nachgehen und herausfinden, ob sich dies Nachteilig auf die Bilder, vor allem in Dämmerungssituationen, auswirkt.

Grade weil es ansonsten sehr gute Werte bei Schärfe, Verzeichnung und Verarbeitung einheimst und sogar eine Makrofunktion bietet ist es eigentlich eine lichtstarke, kompakte und günstige Alternative zu den neueren „Geschwistern“ 28-70/2,8 und 24-70/2,8. Dass ein leiser Ultraschallantrieb fehlt versteht sich bei einem 80er Jahre Design mit AF-D Kennzeichnung von selbst. Dennoch interessierte mich der vor allem für die Veranstaltungs- und Nachtfotografie wichtige Aspekt sehr.

Das Ergebnis ist nüchtern betrachtet ganz hervorragend. So schlimm wie etliche Artikel im Internet behaupten ist es nicht. Im Gegenteil – ich war doch sehr überrascht, dass die Streulichtanfälligkeit, wenn Sie denn überhaupt störend in Erscheinung tritt, zum grössten Teil sogar von Vorteil war: sie verminderte den Kontrast, machte dadurch das Bild einerseits weicher, erhöhte dadurch aber logischerweise auch den Kontrastumfang des Bildes (die „Dynamik“). Nichts was sich Zuhause am heimischen PC nicht mit ein paar Klicks in die jeweils gewünschte Richtung korrigieren liesse.

Als Motiv suchte ich mir den O2-Tower in München aus, an dem ich auf dem Nachhauseweg quasi vorbeikomme. Der Zeitpunkt war so gewählt, dass ich grade rechtzeitig zur Blauen Stunde dort eintraf. Nachfolgend ein paar Beispielaufnahmen vom Abend, die stellvertretend für meine bisherigen Beobachtungen und Erfahrungen mit diesem Objektiv stehen.

Mein Fazit: Zusammen mit der D700 ist das Nikon AF 35-70/2,8 D eine kostengünstige, robuste und ganz ausgezeichnete Kombination, die einen grossen Einsatzbereich abdeckt und viel Spass macht.

Technische Daten (laut photosynthesis):
Design und Herstellungsjahr: Die erste (non-D) Version wurde mit einem Aufbau von 15 Linsen in 12 Gruppen von Oktober 1987 – September 1992 hergestellt. Die ansonsten unveränderte neuere Version mit D-Chip von September 1992 – 2005.
Filtergewinde
: 62mm.
Gewicht: 665g,
Abmessungen
: 71,5mm x 94,5mm

Zum Weiterlesen:
Reviews und Kommentare (in englischer Sprache) finden sich unter anderem auf Ken Rockwell’s Blog, bei den Nikonians oder auch in den dpreview-foren

Ausstellung: Martin Munkacsi – Think while you shoot beginnt

Heute startet die neue Ausstellung des Fotografen Martin Munkacsi im Foyer der Versicherungskammer Bayern.

Der ungarische Fotograf Martin Munkacsi (richtiger Name: Márton Marmelstein) war ein bedeutender Modefotograf, hat aber auch auf anderen fotografischen Gebieten hervorragende Arbeiten angefertigt.

Seine Bilder sind noch bis 22. Mai 2011 im Foyer der Versicherungskammer Bayern täglich (ausser an gesetzlichen Feiertagen) zwischen 09:00 und 19:00 Uhr kostenlos zu besichtigen.

Adresse:
Versicherungskammer Bayern
Maximilianstraße 53,
80530 München,

Als kleiner Vorgeschmack: Einige seiner Fotografien finden sich auch im Internet über die Google Bildersuche oder auf pbase.com.

AF Genauigkeit der Pentax K-5: Neuer Artikel von Lumolabs

Der Blogger Falk Lumo alias „Lumolabs“ berichtet in seinem neuesten Artikel über eine Messreihe zum Pentax K-5 Lowlight AF Problem.

Dabei wurde die AF Genauigkeit der K-5 bei verschiedenen Farbtemperaturen gemessen und übersichtlich in ein speziell von ihm entworfenes Diagramm überführt. Das Diagramm zeigt nun sehr deutlich, dass die AF Genauigkeit der K-5 bei Kunstlichtquellen deutlich nachlässt.

Wann wird Pentax das Problem beseitigen?

Die zunächst von der Fachpresse hochgelobte Pentax K-5 hatte schon kurz nach ihrem Erscheinen mit gravierenden Mängeln zu kämpfen. So hatte eine Serie von K-5 Kameras ein Problem mit „Perlenketten“ oder „Sensor stains“. Dies lag an einer fehlerhaften Verklebung von Sensor und AA-Filtereinheit, die früher oder später zu perlenkettenartigen Flecken auf dem Sensor führt. Eine Rückrufaktion durch Pentax erfolgte im Januar 2011. Das Lowlight AF-Problem ist das zweite grosse Manko, das von der Pentax User Community heftig diskutiert wird, jedoch von Pentax bisher noch nicht kommentiert oder gar anerkannt wurde.

Ich selbst habe einen Test der K-5 ende Dezember 2010 verschoben, da ich mit einer mit diesen Mängeln behafteten Kamera keinen sinnvollen Test hätte anstellen können.