Schloss Elmau
Schloss Elmau

Per Zufall bin ich auf der Suche nach einer leichten, kurzen Schneeschuhtour über eine Gegend im Werdenfelser Land gestolpert, in der ich vorher noch nie gewesen bin. Warum weis ich auch nicht, aber so war das eben.

Die Route führte von Schloss Elmau über die Elmauer Alm zum Eckbauer und zurück. Bei herrlichstem Sonnenwetter und eisigen Temperaturen bis runter auf -20 Grad am angeblich bisher kältesten Wochenende des Jahres. Ein Riesenspass war das.

Und dank der panikmache der Bild und anderer Zeitungen hatten wohl viele Wanderer für dieses Wochenende andere Pläne, sodass wir den Weg fast für uns alleine hatten.

Auf der Tour hab ich nur zwei Mal gefroren – und ironischerweise ausgerechnet an den wärmsten Orten auf dieser Wanderung: Im Berggasthof Eckbauer und im Auto auf dem Heimweg.

Eckbauer
Eckbauer

Meine Nex 7 hat den ganzen Tag klaglos Fotos gemacht, egal ob mit dem 24er Zeiss oder mit dem Pentax 77 limited. Auch der Akku war praktisch kälteunempfindlich. Ein Akku reichte aus und obwohl ich mit nur 96% Ladung aufgebrochen war hatte er am Ende der Tour noch 47% Restladung. LCD und elektronischer Sucher war die Kälte ebenfalls egal: immer Flott, keine eingefrorenen Kristalle – voll Benutzbar. Top!  Einzig der Fokusring des Zeiss war am Ende der Tour bei den ersten Drehbewegungen etwas satter als zu Beginn des Tages, vermutlich weil auch nach 3 Stunden das Fett irgendwann etwas dickflüssiger wird in der Kälte. Nach den ersten drei Drehbewegungen ging es wieder wie gewohnt leicht.

Aber das waren ja auch Bedingungen ausserhalb der Spezifikation, bei der so manch andere Kamera vorher schon die Grätsche gemacht hätte. Ich erinnere mich da an eine Wanderung letztes Jahr bei ca. -10 Grad zum Baumgartenschneid mit der k-x – was hab ich damals geflucht als der Bildstabi erfror und das Display extrem träge wurde…

Hier noch schnell ein paar Bilder von der Tour:

Gestern Abend war ich noch kurz ne Runde im Olympiapark spazieren. Bei der Gelegenheit habe ich auch mal den Antiverwackelmodus der Nex 7 ausprobiert. Wenns zu Dunkel wird ists keine echt Alternative zum Stativ, aber für die normale Schnappschussfotografie bei Nacht taugt das allemal.

Hier mal ein Beispiel eines freihändig aufgenommenen Bildes aus der Nex:

Oder dieses hier, leicht gecroppt:

Auch dieses Foto vom Olympiasee und dem Turm wurde freihändig aufgenommen:

Im direkten Vergleich dazu ein Bild, das ich kurz vorher bei ISO 100 und mit langer Belichtungszeit vom Ministativ aufgenommen habe:

Ein 100% Crop aus dem ISO100 Bild liesse sich anstandslos noch auf 9×13 ausbelichten…

Der Crop aus dem freihändig aufgenommenen Bild hingegen…naja – als 50% Crop könnte man es vielleicht grade noch so…Nein – eigentlich nicht. Aber in voller Grösse könnte man es problemlos noch auf eine A4 Seite drucken.

Bemerkenswert finde ich auch immer wieder die Dynamikreserven in den RAWs:


Kleines Beispiel wie die Lichtsituation wirklich war, ohne an den Reglern zu drehen?

Die Kleine begeistert mich immer wieder und ich finde es immer wieder ganz erstaunlich, was Sony da produziert hat. Wahrscheinlich legt sich das mit der Zeit, aber für den Moment macht mir die Fotografie sogar in der widrigsten Jahreszeit für dieses Hobby tierisch Spass.
Achja – und Kälte scheint keinen Einfluss auf den Akku der Nex zu haben. Er war nach der Stunde laufen bei Temperaturen um -5 Grad auf 97%, obwohl die Knipse fast die ganze Zeit an war (Ich hatte vergessen sie auszuschalten…).

Ciao & Bis Bald

Der ADAC hat eine neue Zentrale in München und heute habe ich es endlich mal geschafft das Gebäude abzulichten. Bei Nacht. Mit der Nex 7.

Ganz fertiggestellt ist das Gebäude (oder sollte man besser sagen: Büropalast?) an der Hansastrasse 19 noch nicht. An vielen Ecken rund um das Gelände sind noch Bauzäune, Bagger und Baumaterial zu finden.

Ein paar Perspektiven und Details ohne Baumaschinen hab ich dennoch gefunden.

Gestern war ich mit Freunden, draussen an der frischen Luft unterwegs. Schnee, blauer Himmel, Sonnenschein, gute Laune. Ein perfekter Tag.

Die Nex 7 mit dem Zeiss 24/1,8 und ein adaptiertes Zeiss Planar 50/2 ZM war natürlich auch mit dabei.

Unterwegs war die Kamera schön leicht zu tragen, zurück Zuhause angekommen war ich mit der Bildqualität extrem zufrieden. Die Feuchtigkeit, wenn Kamera und Objektiv im Warmen bei über 30° Temperaturunterschied zwischen Draussen und Drinnen regelrecht auftauten konnten der Technik oder der Funktion der Kamera nichts anhaben – ausser Warten, bevor wieder nebelfreie Bilder möglich waren ist alles glatt gegangen. Keine AF-Probleme, keine Akkuprobleme, keine LCD-Erfrierungen, keine Farbfehler, kurz: alles gut.

Freihandpanoramen wie dieses von der Kirchsteinhütte kann man in der Kamera erstellen, lediglich die Schatten habe ich ein bischen aufgehellt. Die Dynamikreserven sind sogar im JPEG noch sehr beachtlich…

Grödeln verhinderten auf dem Rückweg erfolgreich Sturzschäden an Mensch und Kamera.Und abends wurde schliesslich noch ein Geburtstagskuchen angeschnitten. Bei ISO3200. Nicht nur das Bokeh des Zeiss 24ers war lecker!

Heute habe ich mal den HDR Mode der Nex 7 ausprobiert. Die Kamera bietet da mehrere Optionen: Den “DRO” oder “D-Range Optimizer” genannten Modus, unterteilt in Off/Auto/LV1-5 und den “Auto HDR” genannten Multi-Belichtungs-HDR-Modus mit den Einstellungen Diff.-Auto/Diff.-LV1-6. Mittels Auto-HDR kann man nochmal etwas mehr (schätzungsweise 1-2 Blenden) Dynamik aus der Kamera herauskitzeln, für eine natürlichere Anmutung des Bildes und für 99% aller Fälle reicht jedoch DRO vollkommen aus.

Ist die Kamera in den DRO Modus gestellt wird aus einer Aufnahme ein Bild mit einem hohen Dynamikumfang errechnet, indem die Schatten aufgehellt und die Lichter abgedunkelt werden. Beim Auto-HDR wird ein Bild mit hohem Dynamikumfang (bis zu 6EV Unterschied bei der Belichtung) aus mehreren Belichtungen, die jedoch direkt nacheinander automatisch aufgenommen werden, errechnet. Auto-HDR funktioniert nur, wenn man mit der Kamera in JPEG fotografiert, DRO funktioniert auch im RAW bzw. RAW+JPEG Modus, da hier lediglich eine andere Tonwertkurve und eine Kontrastmaskierung angewandt wird.

Und so sieht das aus, wenn man mit Auto-HDR (ein JPG aus mehreren Aufnahmen zusammengerechnet) bei stockfinsterer Nacht ein Foto macht:

Der o2-Tower bei Nacht
Der o2-Tower bei Nacht

Zum Vergleich: So sah es in Wirklichkeit aus:

o2-Tower bei Nacht, normal Belichtet
o2-Tower bei Nacht, normal belichtet

Und so sieht ein mit DRO (aus einem RAW) erstelltes Bild mit hohem Dynamikumfang aus (Einstellung DRO mit LV5):

o2-Tower, DRO LV5
o2-Tower, DRO LV5

Auch interessant waren die beiden Spielzeugmodi “Panorama” (verrechnung mehrerer Aufnahmen während man die Kamera schwenkt zu einem Panoramabild) und “Anti Motion Blur” (verrechnung mehrerer Aufnahmen zu einem scharfen, weniger rauschenden Bild, auch bekannt aus der Astrofotoszene, dort genannt: “Image stacking”). Jedoch bin ich nach etwas Testen der Meinung, dass man mit diesen beiden Funktionen keine wirklich hochwertigen Bildergebnisse erzielen kann, daher lasse ich es an dieser Stelle mal mit der Erwähnung gut sein.

Dennoch – für den Nachtschnappschuss oder das Quickiepano zwischendurch ist das sicherlich eine lustige Spielerei.

Achja – eins vielleicht noch: Das Zeiss Sonnar 24/1,8 macht wirklich schöne Blendensterne und die Gegenlichtempfindlichkeit ist Spitzenklasse!

Zeisssche Blendensterne
Zeisssche Blendensterne