Sicherlich – nass bin ich geworden, so wie alle anderen Teilnehmer, Helfer und Zuschauer auch. Na und?
Nachdem ich nun meine Kamera und mich wieder trockengelegt habe gibts jetzt hier ein paar Fotos zu sehen. Nur soviel: Meine erstmalig bei einem Sportevent zum Einsatz gekommene D800 hat mich nicht im Stich gelassen.
Weder aufgrund des Regens noch mit Autofokusproblemen. Klasse.
Es war mal wieder ein sehenswertes, gut organisiertes Sportereignis.
So wie jedes Jahr eigentlich. Nur diesmal etwas nasser.
In der Zeit von 12:35 bis 13:10 stand ich unten am Spiridon-Louis-Ring ecke Willi-Gebhard-Ufer an der Schranke, von 13:14 bis etwa 13:30 war ich oben an der Brücke am Olympiastadion um den Lauf zu knipsen und gegen 13:33 war ich nochmal unten bei den Radlern bis etwa 13:50. Am Schluss habe ich nochmal oben am Olympiastadion bis etwa 14:00 ein paar Läufer fotografiert bevor ich mich auf den Weg zur dringend nötigen heissen Dusche gemacht habe…
Mit Autos habe ich es ja eigentlich nicht so. Also selber schrauben. Fahren: Ja – aber im Grunde genommen ist es einfach nur ein Fortbewegungsgerät für mich. Transportmittel auch. Und die müssen einfach funktionieren. Möglichst kostengünstig. Wenn sie dann auch noch schick aussehen: Prima. Aber nen Vergaser tauschen, die Karrosserie lackieren, Bremsen erneuern? Ist mir alles zu kompliziert und mir fehlt dafür die Zeit und der Platz und das Fachwissen.
Um so mehr bewundere ich Leute, die ein altes Auto so pflegen, dass es auch nach 50 oder mehr Jahren noch so aussieht und fährt wie frisch aus dem Werk. Diese zur Schau gestellte Leidenschaft reduziert sich nüchtern Betrachtet auf das Ergebnis stundenlanger Arbeit in der Werkstatt und ist durchaus eine lebensfüllende Beschäftigung, die sich ohne Liebe zum Detail und Begeisterung für sein Auto wohl nicht langfristig durchhalten lässt. Um das zu sehen gehe ich gelegentlich auf Oldtimertreffen oder in Museen.
Auf dem 9. ACM Oldtimertreffen auf der Theresienwiese in München direkt hinterm Frühlingsfest war wieder einiges geboten. Viele tolle Autos aus allen Epochen. Amerikanische, Europäische, sogar Autos aus Ländern die es so nicht mehr gibt wie z.B. der Melkus RS1000, der einzige nennenswerte Sportwagen, den die DDR je hervorgebracht hat. Von ausgefallen bis schlicht war alles dabei. In allen möglichen Zuständen der Renovierung. Manche haben wohl eine Sondergenehmigung bekommen um innerhalb des mittleren Rings in die Umweltzone einfahren zu dürfen.
Nachdem ich nicht so der Autofotograf bin hab ich denn auch nicht allzuviele Bilder mitgebracht. Und auch nicht allzu gute. Eher ein paar Erinnerungsschnappschüsse von einigen besonderen Autos, die mir aufgefallen sind. So standen z.B. ganze 12 DMC DeLoreans auf der Theresienwiese. Oder dieser herrliche Pink Cadillac Fleetwood mit seinen Batmobil artigen Heckflossen. Oder der kräftig aussehende alte Renault Alpine aus der Zeit in der man in Frankreich noch wusste wie man schnelle, schicke und kräftige Sportwagen baut. Die Münchner Feuerwehr und Polizei hatte je einen original BMW V8 aus dem 50ern mitgebracht und auch die Steampunk-Version eines VW-Buggys war ein echter Hingucker.
Der Schwan als Kühlerfigur war übrigens von einem alten Chevrolet. Warum gibt es soetwas heutzutage eigentlich kaum noch?
Kurz gesagt: Bis auf die grauenhaft laute und schlechte Musik im Augustinerzelt war es ein spannender Tag mit vielen Eindrücken und wenn ich mir die Bilder so ansehe habe ich wieder den Geruch von Benzin in der Nase und das Brummen und Röhren der Motoren im Ohr…
Am Freitag findet in der Weinhandlung “La Cantina” in der Elisabethstrasse die Vernissage zur Ausstellung vom “flämischen Malerfürsten” Dave Hart statt.
Falls ihr also Freitag Abend noch nichts vor habt: Ab 19:30 gehts los.
Obwohl mich meine Fuji bzw. das XF60/2,4 ganz schön genervt hat gestern sind ein paar Bilder herausgekommen, die fast ein bisschen die Stimmung bei der gestrigen St. Patricks Day Parade wiederspiegelt. In Wirklichkeit war alles natürlich ganz anders.
Aber Schee war’s, Wetter hat auch gepasst und die Stimmung stieg je weiter der Zug sich richtung Odeonsplatz bewegte. Hatte ich schon erwähnt, dass man im nächsten Jahr vielleicht ein paar Guinness-Stände entlang der Parademeile aufstellen könnte? Dann wäre es auch nicht so brutalst voll am Ende gewesen. Sorry: Kuschelig natürlich.
Um es kurz zu machen: Ich war ein wenig enttäuscht. Die Ausleuchtung war nicht gleichmässig und fleckig und der transparente Charakter der Aussenhaut kam durch die Beleuchtung von aussen nicht wirklich zur Geltung. Mit Blick auf die Zukunft hätte man wohl besser eine grüne Folie über den Neonröhren installieren sollen, sodass die Arena von innen Leuchtet – schliesslich ist auch im nächsten Jahr wieder St. Patricks Day. Und Werder Bremen oder die Borussia kommen bestimmt auch mal wieder vorbei um gegen Bayern München zu gewinnenverlieren spielen.
Veranstaltungen, Buden oder Programm suchte man an der Arena auch vergeblich. Und Führungen durch die Arena fanden ebenfalls nicht statt. Da hätte man eindeutig mehr draus machen können. So wie es aufgezogen war wirkte die Aktion jedenfalls etwas lieblos.
Der Knaller aber war, dass man nicht vom Dach des Park+Ride Parkhauses fotografieren durfte – warum auch immer. Ein Ordner kam angerannt noch bevor wir unsere Stative aufbauen konnten. Schade. Aber Ordnung muss offensichtlich sein…auch auf öffentlich zugänglichen Plätzen.
Dennoch hier ein paar Aufnahmen von der grün angeleuchteten Arena: