Pentax K-3 oder K-30? Oder Beide?Am 7.11.2012 Findet bei Foto Dinkel in München ein “Open House” statt.

In der Beschreibung zu Pentax auf der Hausmesse heisst es auf der K-30 Seite:

“Endlich gibt es eine Outdoor-Spiegelreflexkamera für einen fairen Preis: Die PENTAX K-3

Ist das ein Tippfehler oder wird es wirklich die K-3 zu sehen geben? Ich tippe ja auf einen genialen Verschreiber.

Ich glaube allerdings kaum, dass Pentax auf einer kleinen, exklusiven Veranstaltung eines Münchner Fotogroßhändlers ein neues Produkt vorstellen wird. Sicherlich – Dinkel ist eine bekannte Grösse in Deutschland, aber als Bühne für eine brandneue Kamera? Ohne internationale Presse? Andererseits: Das wäre mal etwas völlig neues, unerwartetes. Wer weis…

Pentax KAF2 Bajonett
Pentax K

Kürzlich war ich bei einem sehr beliebten Fotohändler in der Münchner Innenstadt um mir das Sony SEL 55-210 zu kaufen, dass, nebenbei bemerkt, ein hübsches, kompaktes, leichtes und günstiges Reisetele mit ausreichender Bildqualität für die Nex-7 ist.

Bei der Gelegenheit habe ich auch mal die neue Pentax K-30 “in echt” kurz angetestet.

Und was soll ich sagen? Seit langem hat Pentax mal wieder eine Kamera auf den Markt gebracht, bei der sie ganz viel verdammt richtig gemacht haben.

Die Spezifikationen lasen sich schon sehr vielversprechend, die Berichte der Tester (z.b. den sehr guten Review von Pentaxforums.com) kann ich, soweit ich es nachvollziehen konnte, voll bestätigen.

Die K-30 macht einen sehr guten Eindruck, trotz Plastikgehäuse. Sie liegt hervorragend in der Hand, ist hinlänglich leicht und wirkte angenehm flott im Handling.

Die Software ist gut gelungen, das Focus-Peaking eine echte Hilfe und über den Info-Button erreicht man ein Olympus-ähnliches Supermenü. Alle wichtigen Funktionen sind mit einem Klick oder einem dreh an den beiden Einstellrädern erreichbar. Insgesamt wirkt das Userinterface gut durchdacht – bravo!

Und auch der AF stellt auf den Punkt scharf und traf bei den Testschüssen im Laden und auf der Strasse einwandfrei – auch bei Kunstlicht hinten im Kämmerlein.

Nur wenige Minuspunkte fallen auf und davon noch weniger wirklich ins Gewicht:

  • Auslösegeräusch lauter als bei der K-5, aber etwas gedämpfter als noch bei der K-r
  • Wackelsensorreiniger ungenügend effektiv – ich hätte lieber den Ultraschall-Cleaner aus der K-5 gehabt!
  • Standard-Bildabstimmung viel zu weich. Unbedingt Schärfe und Kontrast hoch- und Entrauschung runterdrehen!
  • Leider Batteriekäfig nur optional – bei einer UVP von 749 EUR sollte das schon drin sein!
  • Kein Klappdisplay.
Beim Antishake (SR) bin ich noch nicht ganz überzeugt, dass er wirklich seinen Job bei jeder Belichtungszeit ordentlich erledigt. Im Kurztest war zwar kein verwackeltes Bild dabei, das ohne SR nicht verwackelt gewesen wäre, aber die kritischen Belichtungszeiten um 1/15s habe ich bei Beugungsunschärfe-irrelevanten Blenden nicht erreichen können.
Insgesamt ist die K-30 eine Kamera, mit der man richtig viel Spass haben und gute Bilder machen kann. Aus meiner Sicht der erste echte, würdige Nachfolger des Pentax-Handschmeichlers istDS! Zuverlässig und auf dem aktuellen Stand der Technik. Auch den AF hat Pentax endlich mal praxistauglich hinbekommen. Well done!
Ich denke, diese Pentax wird eines Tages noch den Weg in meine Fototasche finden.

Screenshot DPreviewAC-Foto gibt die Lieferbarkeit der neuen Volks-Pentax K-30 inzwischen mit 7 Tagen an, laut diversen Aussagen verschiedener, für gewöhnlich gut oder nicht ganz so gut Informierter ist der Lieferstart “Ende Juli 2012″. Und auch DPreview hat die K-30 kurz angetestet. Zeit für ein kurzes Update meines Artikels von vor einigen Wochen.

Auf dem Papier liest sich die Spezifikation der K-30 wie die einer verbesserten K-5 zum geringeren Startpreis. “Kann ja wohl nicht sein” werden viele nun denken – und so ist es denn auch.

Was sind die Unterschiede zwischen der K-5 und der K-30?

Preislich nehmen sich beide nicht viel: ungefähr 749 EUR zahlt man derzeit. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass Beide den ausgezeichneten 16MP Sony-Sensor benutzen, der auch in der Nikon D7000, der Sony Nex-5n und diversen anderen Kameras klaglos seinen Dienst verrichtet.

Auch die Menüführung ist ähnlich der von der K-5 (Das Gerücht, dass es in der K-30 einen eigenen Menüpunkt für den Low-Light-AF geben soll war übrigens Nonsens).

Das wars dann aber auch schon mit den Ähnlichkeiten. Die K-30 wurde auf Basis der K-r entwickelt, die K-5 hingegen ist der Nachfolger der K-7 und somit eine Klasse drüber. Das merkt man unter anderem am Gehäuse und den Bedienelementen.

Das Gehäuse ist aus Plastik. Abgedichtetes Qualitätsplastik zwar, aber Plastik. Kein Magnesium Druckguß wie bei der K-5. Ausserdem wurde der Verschluss und die Spiegelmechanik der K-r verbaut. Das macht den Verschluss bei der K-30 etwas lauter als bei der K-5 (ein sattes “Ritsch-Ratsch” statt einem leisen Klicken) und hat Spiegelklappern beim fokussieren im Liveview- und Videomodus zur Folge.

Stichwort Sensorreinigung: In der K-30 kommt der mechanische Rüttel-Sensorschüttler aus der K-r zum Einsatz und nicht der deutlich wirksamere Ultraschall-Sensorcleaner der K-5. Auch hier wurde gespart.

Und das praktische Top-LCD-Display fehlt der K-30 ebenfalls. Das spart zwar nochmal ein paar Euro, geht aber auf Kosten der Useability und Akkuleistung.

Die letzten Cent wurden bei den Schaltern, Knöpfen und Anschlüssen eingespart. So fehlt der K-30 eine Mikrofonbuchse und ein HDMI Anschluss. Auch der Wählhebel für die AF-Felder fehlt.

Alles Grütze also? Die K-30 nur eine Mogelpackung-K-5?

Nein. Denn der Grund, der mich immer noch davon abhält eine K-5 zu kaufen, der unzuverlässige AF bei Low-Light, ist bei der K-30 anscheinend endlich Geschichte. Pentax hat der Neuen ein besseres AF-Modul als der K-5 spendiert! Ersten Testberichten zu Folge ist das Problem damit behoben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man zusätzlich zu den proprietären Lithium-Ionen Akkus auch 4 Normalbatterien oder -akkus (AA-Grösse) verwenden kann. Mit einem als Originalzubehör gesondert erhältlichen Batteriekorb zwar, aber es geht.

Die K-30 ist also nicht eine billige K-5 mit AF-upgrade sondern eher eine abgedichtete K-r mit dem Sensor der K-5 und einem funktionierenden AF-Modul.

Kurz: Sie ist ‘ne Volks-Pentax mit APS-C Sensor und quasi ein direkter Nachfahre der äusserst beliebten Pentax K200D. Ich wünsche Pentax jedenfalls viel Erfolg damit und warte trotzdem weiter sehnsüchtig auf “meine” Pentax Kleinbild-DSLR. Und die kommt 100%! Da bin ich mir inzwischen ganz sicher.

Pentax K-30 auf dpreviewPentax hat gestern seine neue K-30 vorgestellt. Im wesentlich liest sich die Ankündigung so, wie die einer K-5 in billig und gut. Könnte ein Renner werden, wenn Ricoh/Pentax nicht wieder dieses blöde Frontfokus-bei-Glühlampenlichtproblem oder die Perlenketten in die Kamera eingebaut hat. Das Wichtigste in Kürze: Gleicher 16MP Sensor wie bei K-5, Normalbatterien (AA) nutzbar, abgedichtetes Gehäuse, 100%-Sucher, Video, Zwei Einstellräder, wieder mal kein Klappdisplay.

Der AF dürfte auf Pentax-Niveau liegen, verbaut wurde ein 11-Punkt AF Modul, vielleicht sogar das gleiche wie in der K-5? Das Gesamtpaket klingt nach einer guten, soliden DSLR ohne Schnörkel zu einem bezahlbaren, wenn auch gehobenen Preis.

Panasonic 12-35/2,8 auf dpreviewDie nächste Neuigkeit ist ein Objektiv: Panasonic hat ein 12-35/2,8 für Micro Four Thirds herausgebracht, das sowohl abgedichtet als auch videooptimiert und dennoch kompakt sein soll. Die Testshots sahen sehr vielversprechend aus. Jedoch muss man die Lichstärke “2,8 durchgehend” im Kontext sehen: Der Schärfeeindruck entspricht in etwa einem 24-70/5,6 an Kleinbild…was wiederum nichts wirklich besonderes ist. Besser wäre ein 12-35/2,0 gewesen, jedoch hätte man dieses dann nicht so kompakt bauen können.

Nichts desto trotz wird das Objektiv für Micro Four Thirds Fans wohl mit Sicherheit ein Haben-Will-Artikel werden.

Pentax DA 50/1,8 auf dpreviewAuch Pentax hat noch ein Objektiv angekündigt: ein kompaktes, preiswertes DA 50/1,8. Es soll im Juli 2012 für 249$ in den Handel kommen. Etwas irritierend wirkt auf mich jedoch bei dem Preis das Plastikbajonett. Beispielfotos hab ich bisher noch keine gesehen – hoffentlich passen wenigstens die optischen Eigenschaften…

Und ich dachte ernsthaft, aus den Spielzeuglinsenzeiten wären wir raus? Naja.

Nikon hat für die D700 die Firmwareversion 1.03 veröffentlicht, darin soll jedoch nur ein sehr selten auftretendes Unterbelichtungsproblem behoben werden.