Das Zeiss Biogon T* 25/2,8


Zeiss Biogon T* 25/2,8
Zeiss Biogon T* 25/2,8

Der kleine Silberling macht echt Spass – und er hat mir die Frage beantwortet ob man 25er noch besser bauen kann als das Voigtländer 25/0,95! Antwort: Ja, das geht! :)

Am ganzen Objektiv klappert und scheppert nichts. Nichtmal minimales Spiel irgendwo. Ein Blendenring der leichtgängig und zielsicher einrastet, ein Fokusring der sich butterweich und leicht gedämpft bewegen lässt. Schönes silbernes Finish an der Oberfläche.

Kurz: das ideale 35er-Äquivalent für meine M8 (Ok – ganz genau eigentlich 33mm). Und es macht einfach Spass es zu benutzen. Knackige Schärfe schon bei offener Blende, abblenden erhöht lediglich die Schärfentiefe. Die Verzeichnung ist recht gering und das Bokeh – eine Augenweide! Etwas zu Zeiss-Cremig eventuell, aber definitiv fluffig wie arktische Gänsedaunen!

Ein Applaus für den “Silver Star”! :)

Sicherlich: Das Objektiv ist nicht neu – im Gegenteil: Es ist zurzeit schwer zu bekommen. Aber dennoch wollt ich das mal ganz kurz schreiben. Vielleicht ist dies ja der letzte Bericht zu diesem grossartigen Objektiv? Wer weis.

Achja: Wer lust hat weiterzulesen, hier ein paar links:

Und hier nun noch ein paar Knipsbilder. Die meisten bei offener Blende.

Eine Weile ist’s schon her, dass ich das letzte Mal etwas auf dem Blog gepostet habe.

Aus Zeitmangel wird’s aber noch etwas dauern, bis es wieder “Speck” gibt.

Wie oft liest man entschuldigende Worte in dieser Art? Eigentlich bedeutet die Begründung “aus Zeitmangel” doch nur folgendes:

“Ich kann/darf/will mir für XYZ grade keine Zeit nehmen, weil mir anderes wichtiger ist”

Ich finde aber “Aus Zeitmangel” klingt da doch irgendwie besser. ‘Mal im Ernst: Man möchte als Ausredner ja nicht vergraulen sondern vertrösten und es dem Gegenüber so schonend wie möglich beibringen, oder? ;-)

Damit die Warterei auf den nächsten Artikel nicht so schwer fällt, hier schonmal eine kleine Themenauswahl für die nächsten Postings:

Bis Bald!

Jippie – die Crepe & Caipi Zeit auf dem Sommertollwood beginnt ab morgen, 22.6.2011, wieder!

Ideas happen – mobile and in color!

 

Aus der Kategorie: Alles
DIY Wireless File Transmitter
DIY Wireless File Transmitter

Da hat doch tatsächlich ein bastelnder Fotograf aus Australien einen MB-D10 mit einem Wireless-USB-Transmitter ausgestattet…

http://www.jamiecarl.com.au/blog/wireless-tethering-the-next-level/

Es handelt sich dabei um die verbesserte Version seines ersten Wireless-USB-Prototypen, die noch auf dem Blitzschuh montiert werden musste.

Ziemlich cool, wenn man bedenkt, dass die original WLAN-Transmitter ein mehr als unanständiges Preisschild haben…

Wie genial einfach wäre es, wenn man von Nikon einen Einschub für den Batteriegriff MB-D10 für z.B. 149 EUR bekommen könnte? Hallo Nikon! Euren WT-4 will keiner – aber so ein einschub für kleines Geld wäre genial.

Wo hab ich nur meine Wireless USB-Transmitter Set?

Orchidee
Orchidee

Teil 1 drehte sich um die Theaterfotografie, Teil 2 um Sport, höchste Zeit sich dem Feld der Makrofotografie zuzuwenden. Der viertliebste Schauplatz von Otto-Normal-Kamerabenutzer neben Architektur, Enkelkinder- äh: Peoplefotografie und Landschaftsablichtung.

Was ist denn vor allem wichtig in der Makrofotografie? Nun, ich würde behaupten: Schärfentiefe und Auflösung. Welche Kamera bietet hier den Grössten Vorteil? Die mit dem kleinsten Sensor – sollte man meinen.

Zugegeben, in Zeiten digitaler Nachbearbeitung verschwimmen die Grenzen etwas. Focus Stacking macht bislang undenkbare Schärfentiefe in der Makrofotografie möglich. Auch mit Balgen und Kleinbildkameras lassen sich so einige Sachen anstellen. Vorteile kann auch ein Tilt-/Shift-Objektiv bieten, weil man die Schärfeebene wie benötigt ins Bild legen kann. Und dennoch haben sogar Kompaktknipsen dank ihrer winzigen Sensoren und dem vergleichsweise geringen Preis in der Makrofotografie durchaus ihre Berechtigung.

Leider haben die meisten Kompaktknipsen aber auch gravierende Nachteile. Viele verfügen nicht über einen Blitzschuh, für die Wenigsten gibt es Ringblitze, wie sie bei Makromenschen so gern verwendet werden um die Szene gleichmässig auszuleuchten. Auch rauschen die Sensoren recht schnell (oder verlieren Details durch zu heftige Entrauschungsalgorithmen), sobald man sich auch nur ein bißchen von der Nennempfindlichkeit wegbewegt. Megapixelrennen sei dank…In der Tat lassen sich aber z.B. mit Kameras wie der Nikon P7000, einer Canon G7-12 oder ähnlichen Kompaktkameras erstaunlich gute Ergebnisse erzielen – wenn man etwas mitdenkt. Leider jedoch gibt es keine Wechselobjektive für Kompaktknipsen, was den Einsatzbereich und die mögliche Zubehörverwendung etwas einschränkt.

Die Kameras mit den nächstgrösseren Sensoren sind die des Micro FourThirds und FourThirds Systems. Hervorragende Wechselobjektive, die schon bei offener Blende bis in die Ecken knackscharf sind und eine Bildqualität die definitiv auf Augenhöhe mit den APS-Cs und KB-Sensoren unserer Zeit ist. Darüberhinaus bieten Micro-FourThirds und FourThirds (Olympus, Panasonic) Kameras bei gleicher Blende und äquivalentem Bildwinkel mehr Schärfentiefe als ihre grossen Kollegen von der DX und FX Front. Von Mittelformat ganz zu schweigen. Das i-Tüpfelchen sind abgedichtete Gehäuse und Objektive bei Olympus z.B. die E-3 und E-5 und die Objektive der Top-Pro-Serie, die es einem auch bei “Schietwetter” ermöglichen Fotos zu machen ohne das die Kamera den Geist aufgibt. Und nicht nur gegen Spritzwasser ist die Abdichtung gut, auch in staubigen Gegenden hat sie ihre Vorteile. Der wird, falls er sich doch mal beim Objektivwechsel auf den Sensor verirrt von Olympus’ ausgezeichneten Sonic Wave Filter Sensorreiniger wieder vom Sensor geblasen.

Da kommt kein anderes System wirklich mit. Sicher – es gibt auch für DX und FX irrsinnig gute, teure und weniger teure Objektive für die Makrofotografie. Nikon hat ein ganzes Makroblitzsystem auf dem Markt und aktuell nicht weniger als 3 Makroobjektive im Sortiment: AF-S 105/2,8 VR, AF-S 85/3,5  DX VR und AF-S 60/2,8.

Sogar bei Pentax wird das ganz ausgezeichnete 100er Makro auch in der Wasserdichten DFA WR Reihe weitergepflegt – inkl. passendem Ringblitz. Ergänzt wird das Makroangebot auch und nicht zuletzt durch das DA 35/2,8 Makro, das zwar nicht dicht, dafür aber superklein und leicht ist. Ganz Pentax-like zum Mitnehmen eben.

Canon hat ein spitzenmässiges 100er Makro im Programm, auch ein f=2,5 50mm Compact Makro mit Abbildungsmaßstab 1:2 ist dabei für den kleinen Geldbeutel. Mit einem der beiden Canon 250D oder 500D Achromaten (nicht zu verwechseln mit der 500D Kamera aus dem gleichen Hause) werden noch grössere Abbildungsmaßstäbe möglich.

Dank Wetterfestigkeit und den Vorteilen bei der Schärfentiefe sowie den bei tiefen Kamerastandpunkten nicht unvorteilhaften Klappdisplays bei vielen Kameras der E-Serie halte ich allerdings Olympus für das am besten geeignetste Makro-System, dass man derzeit für Geld kaufen kann. Nicht zuletzt weil es mit dem 35er Makro ein spottbilliges, hochleistungsstarkes Makro gibt und für den besonderen Geschmack das ganz ausgezeichnete 50/2er Makro vom gleichen Hersteller. Auch für Micro FourThirds gibt es mit dem 45/2,8er Leica-Panasonic-Makro ein ganz ausgezeichnetes Objektiv mit Traumbokeh und knackiger Schärfe.

Dank des geringen Auflagemasses lassen sich darüber hinaus die Makro-Objektive der meisten anderen Hersteller einfach Adaptieren – inkl. Okularadapter für Mikroskope…Nicht uninteressant, denn auch das Blitzsystem ist en Par mit denen der anderen Hersteller.

Wer jetzt aber schon “seine” Kamera und “sein” System gefunden hat, dem aber die Originalen Makros zu teuer sind für den gibt es durchaus auch von Sigma und Tamron günstige Alternativen zur Hausmarke. Manchmal billiger, manchmal besser, ab und zu beides. Für ganz kleines Geld kann man sich auch einen Satz Zwischenringe besorgen und so aus seinem normalen Objektiv ein Makro machen – unter inkaufnahme einer schlechteren Abbildungsleistung. Aber Makros kann man wirklich mit so ziemlich jedem System anfertigen. Mit dem einen besser, mit dem anderen weniger gut.

Nochwas vergessen? Ach ja: Have fun!